Almabtrieb im Ötztal
Wenn das Tal seine Tiere feiert
Glockengeläut hallt durch die Gassen, geschmückte Kühe ziehen talwärts: Jeden September wird im Ötztal eine jahrhundertealte Tradition lebendig.
Sie stehen am Straßenrand in Zwieselstein, wenige Kilometer von unserem Bergsteigerdorf Vent entfernt. Aus der Ferne hören Sie ein dumpfes, rhythmisches Läuten. Dann tauchen sie auf, die ersten Kühe, geschmückt mit Blumenkränzen, Bändern und kunstvollen Kronen aus Kräutern und Latschenkiefer. Stolz schreitet die Kranzkuh voraus, ihr Kopfschmuck glänzt in der Septembersonne. Der Almsommer war gut, alle Tiere sind wohlbehalten zurück. Genau das wird heute gefeiert.
Jedes Jahr im September zelebriert Zwieselstein bei Sölden den traditionellen Almabtrieb. Hier erleben Sie gelebte Tradition in ihrer schönsten Form: Die Musikkapelle spielt zum Frühschoppen auf, am Bauernmarkt werden Ötztaler Käse und heimische Spezialitäten angeboten, der Duft von frisch Gebackenem mischt sich mit klarer Herbstluft. Wenn die geschmückten Rinder gegen Mittag eintreffen, strahlen die Gesichter am Wegesrand. Ein Moment, der berührt.
Seit Generationen gehört der Almabtrieb zum Rhythmus des Lebens im Tal. Den Sommer über grasen die Kühe hoch oben auf den Almen, genährt von Bergkräutern und frischem Gras. Dass sie wohlbehalten zurückkehren, ist nicht selbstverständlich, deshalb werden sie so liebevoll geschmückt: als Zeichen der Dankbarkeit für einen guten Almsommer.
Nur wenige Tage später findet mit dem Schafabtrieb über den Alpenhauptkamm ein weiteres eindrucksvolles Ereignis statt. Tausende Schafe kehren von den Sommerweiden bei Vent über hohe Pässe ins Südtiroler Schnalstal zurück – eine jahrtausendealte Wanderung, anerkannt als immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Der September im Ötztal erzählt Geschichten, die weit zurückreichen.
Nach einem Tag voller Eindrücke empfängt Sie unser Natur- & Alpinhotel Post mit der Wärme, die nach einem solchen Erlebnis guttut. Im Saunadörfl löst sich die Anspannung, beim Abendessen klingt der Tag mit regionalen Köstlichkeiten aus – und mit dem Gefühl, etwas Besonderes erlebt zu haben.




